Buch Log
Tuesday, February 14, 2012
Matthias Politycki: Vom Verschwinden der Dinge in der Zukunft. Bestimte Artikel.
Monday, October 31, 2011
Grünes Geld: Das Handbuch für ethisch-ökologische Geldanlagen 2012/2013
Alternative Geldanlagen |
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Monday, October 10, 2011
Erich Feldmeier: Sonntags Reden, montags Meeting: Wie Innovationen dennoch gelingen
Ein Buch mit 7 Siegeln und 5 Schlüsseln |
Feldmeier macht sich daran, Antworten für diese Frage zu finden. Dieses Feldmeier'sche Finden ist ein abenteuerlicher und amüsanter Ritt durch die Geistesgeschichte, die Politik, Wissenschaft und Gegenwartskultur. Von Platon über Machiavelli bis zu Precht und Jamie Oliver kommen alle zu Wort. Da wird links und rechts mitgenomen, was am Wegesrand wächst. Schnipsel aus der Computerwoche genauso wie aus der Süddeutschen oder der ZEIT. Das Buch gleicht einem faszinierend (in 7 Siegel und 5 Schlüssel) geordneten Zettelkasten, in dem sich alles um die Fragen dreht: Warum handeln wir nicht vernünftig? Und: Wie kommen wir da wieder raus?
Labels:
Essay,
Feldmeier,
Philosophie,
Wissenschaft
Friday, September 30, 2011
Moga Mobo (Hrsg.): 100 Meisterwerke der Weltliteratur
Man könnte MOGA MOBOs Unterfangen eine Literaturgeschichte ohne Wörter von einhundert namhaften Comiczeichnerinnen und Comiczeichnern vorlegen zu lassen, revolutionär nennen. Man könnte aber auch sagen, dass der Zusammenfassung von Werken wie Musils "Mann ohne Eigenschaften" in jeweils höchstens acht Comic Panels ohne Sprache ein alter pervertierter bildungsbürgerlicher Gedanke zugrunde liegt: Man muss die Handlung eines Textes kennen, um mitreden zu können. Die Sprache bleibt außen vor. Wir kennen das aus der Zeit unseres Abiturs, wo wir die Handlung von "Der Schimmelreiter" in möglichst knappen Werkzusammenfassungen nachlasen, um für die Klausur zu wissen, was der Storm uns sagen will. Wir haben eine gute Note bekommen, des Dichters Sprache aber blieb uns verborgen.
Frédéric Beigbeder: 39,90
Tuesday, September 27, 2011
William Styron: Sturz in die Nacht
William Styrons Buch Darkness Visible (Sturz in die Nacht: Die Geschichte einer Depression) ist ein autobiographischer bis wissenschaftlicher Aufsatz über Depression. Es ist die fesselnde Erzählung von einem, der in die tiefsten Abgründe seiner Seele hinabstieg und der wiederkehrte, um davon zu erzählen. Mit grausamer Genauigkeit berichtet er vom schlimmen auf und ab des täglichen und hoffnungslosen Höllenritts, von der Unsinnigkeit des vegetierens. Besonders die Unfähigkeit, sich den normalsten Tätigkeiten, Gesprächen oder auch nur dem Licht des Tages auszusetzen, ist erschütternd. Freunde, Familie, Kollegen - sie sind da, aber dringen nicht durch. Sinnzusammenhänge gehen verloren, man muss da raus, bevor es einen zerstört. Styron hat es geschafft.
Styrons Sprache ist so literarisch, wie es sich für einen Pulitzer Prize-Träger gehört. Als Poet kommt er nicht umhin, gegen den Begriff Depression zu protestieren: "Depression, wie die meisten wissen werden, hieß zuerst 'Melancholie', ein Wort, dass im Englischen bereits im Jahr 1303 auftaucht und immer wieder auch bei Chaucer vorkommt, der sich in seinem Gebrauch offenbar den pathologischen Nuancen bewusst war. 'Melancholie' scheint immer noch ein viel zutreffenderes und ausdrucksstarkes Wort für die schwärzeren Formen der Krankheit zu sein, doch wurde es überwältigt von einem Substantiv mit fader Tonalität, ohne jede gebieterische Präsenz, ohne Unterschied gebraucht für eine ökonomische Krise oder geologische Unebenheiten, ein wahrer Kümmerling für eine so bedrohliche Krankheit." (Übersetzt nach William Styron, Darkness Visible, London 2004, S. 36)
Styron meint, dass die Harmlosigkeit des Wortes Depression, an der John Hopkins Medical School vom Schweizer Adolf Meyer geprägt, mit daran Schuld sein könnte, dass die Krankheit lange Zeit so wenig Beachtung fand. Styron beklagt auch, dass das Wort "Brainstorm" bereits für schnöde Ideenentwicklung vergriffen ist, denn es passe hervorragend, auf das, was er erlebte, wenn seine Stimmungstiefs außer Kontrolle gerieten. Das Wort Depression scheine in den Menschen ein Schulterzucken hervorzurufen: "Na und, wir haben doch alle mal einen schlechten Tag."
Styron beschreibt seinen ganz persönlichen Kampf gegen die Krankheit, die Auf und Abs, das (Un-)Verständnis der Freunde, die Hoffnung und die Stürze in die Nacht ohne Worte. Das ist die Leistung Styrons, dass er eine Sprache findet für dieses unaussprechlichste aller Grauen.
Styron meint, dass die Harmlosigkeit des Wortes Depression, an der John Hopkins Medical School vom Schweizer Adolf Meyer geprägt, mit daran Schuld sein könnte, dass die Krankheit lange Zeit so wenig Beachtung fand. Styron beklagt auch, dass das Wort "Brainstorm" bereits für schnöde Ideenentwicklung vergriffen ist, denn es passe hervorragend, auf das, was er erlebte, wenn seine Stimmungstiefs außer Kontrolle gerieten. Das Wort Depression scheine in den Menschen ein Schulterzucken hervorzurufen: "Na und, wir haben doch alle mal einen schlechten Tag."
Styron beschreibt seinen ganz persönlichen Kampf gegen die Krankheit, die Auf und Abs, das (Un-)Verständnis der Freunde, die Hoffnung und die Stürze in die Nacht ohne Worte. Das ist die Leistung Styrons, dass er eine Sprache findet für dieses unaussprechlichste aller Grauen.
Monday, September 19, 2011
Georg Schramm: Lassen Sie es mich so sagen
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